HomeNewsInternDuisburger Hallenfußball Stadtmeisterschaft 2020: Hamborner Löwen kämpfen mit um den Stadtpokal

Hamborn 07 wird Zweiter beim Duisburger Stadtpokal

E17C22DC C21B 4FA7 AD8D 485BC3657AEE-„07“ unterliegt im Finale dem DSV 1900 nach Neunmeterschießen mit 6:7 und verpasst denkbar knapp die Titelverteidigung - Nach mäßigem Start in das Turnier zeigen die  Löwen ihre Krallen und erkämpfen sich verdientermaßen die Vize-Meisterschaft  -

Nach dem Titelgewinn im letzten Jahr belegten die Sportfreunde Hamborn 07 bei der diesjährigen 34. Ausgabe der Duisburger Hallenfußball Stadtmeisterschaft nun den zweiten Platz. Der große Coup - die Titelverteidigung - blieb ihnen damit am Ende zwar verwehrt, aber die Hamborner Löwen zogen nach 2018 und 2019 zum dritten Mal in Folge in das Finale des renommierten Turniers ein und belegen damit, dass sie  zu den Duisburger Top-Teams in der Halle gehören. 

Nach mäßigem Start in das Turnier steigerte sich die Mannschaft von 07-Coach Michael Pomp deutlich und kämpfte sich in der Halle an  der Krefelder Straße in Rheinhausen bis ins Finale vor, musste sich dort aber dem Duisburger SV 1900 nach Neunmeterschießen mit 6:7 geschlagen geben, der nach 2013 und 2016 zum dritten Mal den „Pott“ mit nach Hause nehmen konnte.

Man neigt nun leicht dazu, mit dem Schicksal zu hadern, oder unsagbar enttäuscht zu sein, wenn man so nah dran war, das vermeintlich Unmögliche zu schaffen, die eigene negative Prognose sich am Ende aber doch erfüllt.

Insofern wollte beim Team von Löwen-Coach Michael Pomp und beim Übungsleiter selbst keine große Freude aufkommen, als der letzte Elfmeter geschossen war und der DSV 1900 am Ende den Siegerpokal in Empfang nehmen konnte.

Hamborn hatte nämlich im Finale durch Tore von Lars Gronemann und Neuzugang Nico Klotz zur Pause mit 2:0 vorne gelegen, das Spiel gut im Griff und noch zwei, drei dicke Gelegenheiten, den Sack bereits im ersten Durchgang zuzumachen und sah wie der sichere Sieger aus. Mit zunehmender Spieldauer ließen in der zweiten Hälfte  bei den Löwen jedoch Konzentration und Kondition ein wenig nach, was der DSV 1900  zum 1:2 Anschlusstreffer durch Firat Durmus nutzte und damit natürlich noch mehr Wasser auf die Mühlen bekam. Das Spiel drohte dann bereits in der regulären Spielzeit zu kippen, als der Unparteiische nach einer Rettungsaktion von Löwen-Keeper Philipp Peitgen auf Neunmeter entschied und Ahmed Can Simsek zum 2:2 ausgleichen konnte. „Über die Daseinsberechtigung dieses Neunmeters kann man sicherlich streiten“, kommentierte Michael Pomp im Nachgang die Entscheidung des Schiedsrichters, die nicht nur aus Sicht des Löwen-Trainers fragwürdig war. Mit Blick auf den Spielverlauf war das Ergebnis aber durchaus gerecht. 

„07“ stemmte sich nun mit allen Mitteln gegen die zunehmend drückenden „1900er“ und rettete sich förmlich ins Neunmeterschießen.

Dort waren zunächst Tim Keinert für „07“ und Marcel Vogel für den DSV 1900 erfolgreich. David Forbeck konnte dann das Leder nicht im Kasten der Wanheimerorter unterbringen und somit drehte sich das Blatt zu Gunsten des DSV 1900, nachdem Firat Durmus  zum 4:3 vorlegen konnte. In der Folge verwandelten  mit Steffen Herzog, Daniel Schäfer und Raffael Schütz die restlichen Hamborner Schützen ihre Neunmeter, doch auf Seiten des DSV gab es auch keine Fehlversuche mehr: Yunus Kacaoglu, Fatih Ünal und Ahmed Can Simsek trafen allesamt ins Schwarze und sorgten für den 7:6 Endstand.

„Da gehört immer ein wenig Glück dazu. Uns hat in diesem Jahr das Quäntchen Glück gefehlt, das wir im letzten Jahr hatten“, merkte Löwen-Coach Michael Pomp mit Blick auf das Neunmeterschießen an. Beim letztjährigen Turnier hatten sich die Löwen im Halbfinale gegen den DSV 1900 mit 6:5 nach Neunmeterschießen durchgesetzt und auch das Finale gegen den SV Genc Osman im Neunmeterschießen mit 14:13 für sich entscheiden können. 

„Am Ende muss man auch Duisburg 1900 gratulieren, die einen nicht weniger schweren Turniertag gehabt haben als wir, sich wie wir durchgekämpft und durchgearbeitet haben. Der DSV steht sicherlich auch verdient als Stadtpokalsieger fest“, erkennt Michael Pomp aber auch die Leistung des Gegners an. „Wenn wir gewonnen hätten, wäre es allerdings auch verdient gewesen,“ schiebt der Löwen-Coach nach und hätte sich somit am liebsten den Pott mit den 1900ern geteilt. 

Somit bleibt ein respektabler zweiter Platz für die Löwen, die aus diesem Erfolg weiteren Schwung für die Rückrunde in der Landesliga ziehen können.

Zunächst sah es zu Beginn des Turniers am letzten Donnerstag allerdings nicht so gut aus für die Hamborner. 


In der Vorrunde traf man in der Gruppe B zunächst auf den Ligakonkurrenten und Lokalrivalen FSV Duisburg, dem sich die Löwen und unglücklich mit 2:3 geschlagen geben mussten. Das Team von Michael Pomp verschlief irgendwie die Anfangsphase, der FSV legte durch Boran Sezen und Muhammed Karpuz schnell mit 2:0 vor. Hamborns Neuzugang Nico Klotz ließ dann seine Erfahrung und Klasse aufblitzen und sorgte mit einem Doppelpack für den zwischenzeitlichen 2:2 Ausgleich. Das glücklichere Ende behielt dann aber der FSV für sich, nachdem Alexandros Armen das 3:2 markieren konnte.



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Impressionen vom Vorrundenspiel gegen den FSV (Fotos: Volker Nagraszus)

Wer auf Hamborner Seite gehofft hatte, dass in der nächsten Partie gegen den SV Wanheim 1900 die ersten Zähler eingefahren würden, sah sich getäuscht. Die Löwen erwiesen sich als harmlose Kätzchen, ließen sich engagiert auftretenden vom A-Ligisten düpieren und  wurden mit einer 0:4 Klatsche vom Feld geschickt. Osman Sahin mit einem Doppelpack, Enrico Rypinski und Mohamed Andich sorgten mit ihren Treffern für die Hamborner Blamage, die den Titelverteidiger plötzlich unter Druck setzte.

Die anschließende Gardinenpredigt ihres Coaches Michael Pomp muss ziemlichen Eindruck bei Hamborner hinterlassen haben, denn die Löwen waren in der darauf folgenden Partie gegen den SV Duissern nicht wieder zu erkennen. Körpersprache und Einsatz stimmten plötzlich, und garniert mit ein wenig Spielwitz ließ der Erfolg nicht lange auf sich warten. Can Mikail Nazikkol mit einem Doppelpack, Tim Keinert, Daniel Schäfer und Blinort Namoni sorgten für einen deutlichen 5:0 Erfolg gegen den A-Ligisten und die ersten drei Punkte.

Im letzten Vorrundenspiel gegen den TuS Asterlagen musste zur direkten Qualifikation unbedingt ein Sieg her, da der SV Wanheim überraschend ein 2:2 gegen den FSV Duisburg erkämpfte und zwischenzeitlich auf Rang 2 vorgerückt war. Der TuS Asterlagen hatte bereits sowohl gegen den SV Duissern als auch gegen Wanheim 1900 einen Punkt geholt und sich als harte Nuss erwiesen. Gegen „07“ war der B-Ligist aus Rheinhausen aber ohne Chance. David Forbeck, Steffen Herzog, Blinort Namoni und André Meier schossen eine satte 4:0 Führung für Hamborn heraus, ehe der TuS zum 4:1 durch Gökhan Yilmazer kam. Marcel Stenzel mit zwei Treffern, Nico Klotz, und Blinort Namoni mit einem Doppelpack schraubten bei einem Gegentor von Ömer Camurolioglu das Ergebnis auf 8:2 herauf und sorgten für den Einzug der Hamborner in die Finalrunde.

Dort warteten am Samstag in der Gruppe 1 der VfB Homberg, Genc Osman Duisburg, Viktoria Buchholz und Rheinland Hamborn auf die Truppe von Michael Pomp. Im Vergleich zur  Gruppe 2, in der sich  FSV, DSV 1900, Duisburger FV 08, TSV Bruckhausen und der ESV Hohenbudberg miteinander maßen, konnte man hier sicherlich von einer Hammergruppe sprechen.

Direkt zum Auftakt ging es gegen den Top-Favoriten und Rekordmeister VfB Homberg. Der Regionalligist war in de Vorrunde seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hatte sämtliche Spiele gewonnen. Die Serie schien sich fortzusetzen, als Hombergs Neuzugang Nicolas Hirschberger, der in der Vorrunde bereits achtmal getroffen hatte, zum 1:0 einschieben konnte. Die Löwen hielten jedoch gut dagegen, standen taktisch gut und agierten konzentriert und diszipliniert. Verdienter Lohn war der 1:1 Ausgleich durch Tim Keinert, der insbesondere an diesem Turniertag vor Tatendrang strotzte, mit Einsatz und Entschlossenheit wichtige Akzente setze und sicherlich nicht unwesentlich zum erfolgreichen Auftritt seines Teams bei diesem Turnier beitrug.Dem VfB fiel auf Dauer nicht mehr viel gegen die gut sortierten Löwen ein, die sogar noch die ein oder andere Möglichkeit zum Siegtreffer hatten, jedoch auch nicht mehr einnetzen konnten. Somit trennte man sich am Ende 1:1 unentschieden. 

Im zweiten Spiel trafen die Hamborner mit Genc Osman auf einen weiteren Ligakonkurrenten. Das Spiel war von Vorsicht und Taktik geprägt, ohne dass es dabei langweilig wurde. Beide Teams warteten auf Fehler des anderen, versuchten aber auch immer wieder, die entscheidende Lücke zu finden, den entscheidenden Moment abzupassen und auszunutzen. „Da zeigte sich die Qualität und Klasse beider Mannschaften“, zollte Michael Pomp seinen Jungs aber auch den „Jungen Osmanen“ Respekt. Am Ende stand ein torloses Unentschieden. Ob man sich über das 0:0 freuen oder ärgern sollte, konnten beide Teams zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausmachen. 

Der Druck auf Hamborn war aber zunächst größer, da Genc Osman sein erstes Spiel gegen Viktoria Buchholz mit 6:1 gewonnen und nun 4 Zähler auf dem Konto hatte, genauso wie der VfB Homberg, der zwischenzeitlich Rheinland Hamborn mit 9:0 vernascht hatte und ebenfalls vier Zähler verbuchen konnte. „07“ dagegen hatte nach den zwei Remis erst zwei Punkte gesammelt.

Nachdem der VfB Homberg sich mit 3:1 gegen Genc Osman durchsetzen konnte, hatte es Hamborn wieder selbst in der Hand, ins Halbfinale einziehen zu können. Genc Osman hatte nur noch eine Partie vor der Brust, die Löwen waren noch zwei Mal am Drücker.

In ihrer vorletzten Partie der Gruppenphase trafen die „07er“ auf den A-Ligisten Rheinland Hamborn, der sich - sieht man vom 0:9 gegen Homberg einmal ab - sehr gut im Turnier verkauft hatte und in der Finalrunde sogar Viktoria Buchholz mit 3:1 geschlagen hatte. „07“ war also vorgewarnt, agierte dann auch entsprechend aufmerksam und zielorientiert. Daniel Schäfer, Nico Klotz, Tim Keinert und Nils Bothe sorgten mit ihren Treffern für einen unter dem Strich ungefährdeten 4:0 Erfolg der Löwen gegen den Lokalrivalen.

Auch im letzten Gruppenspiel gegen Viktoria Buchholz gingen die Hamborner konzentriert zu Werke und führten nach Toren von Steffen Herzog und Lars Gronemann gegen den Bezirksligisten schnell mit 2:0. Tim Bonetzki brachte die Viktoria zwar kurzzeitig noch auf 2:1 heran; André Meier und Nico Klotz erhöhten jedoch für „07“ zum 4:1 Endstand und sicherten damit den Einzug der Hamborner als Gruppenzweiter ins Halbfinale. 

Dort wartete erneut Landesligakonkurrent FSV Duisburg, der sich in Gruppe 2 als Tabellenführer durchsetzen konnte, auf die Löwen. Wie schon beim Spiel in der Vorrunde ging es zwischen beiden Mannschaften eng zu. Dieses Mal hatten die „07er“ den besseren Start erwischt und gingen durch Julian Grevelhörster mit 1:0 in Führung. Ismail Öztürk egalisierte für den FSV, der aber in Philipp Peitgen, der als Ersatz-Keeper zwischen den Hamborner Pfosten stand, seinen Meister fand. Der 24 Jährige, der Muhammet Sadiklar im Tor vertrat, hatte einen sehr guten Tag erwischt und parierte nicht nur gegen den FSV 

unglaubliche Schüsse. Es war dann Tim Keinert, der das Löwen-Lager mit seinem Treffer zum 2:1 in Feierlaune brachte. Es blieb bis zur letzten Sekunde spannend, zumal der FSV noch einmal alles versuchte. 

„07“ brachte die Partie über die Zeit und zog insgesamt gesehen verdient ins Finale gegen den DSV 1900 ein, der zuvor im Halbfinale den Top-Favoriten VfB Homberg im Neunmeterschießen mit 6:5 niedergerungen hatte und am Ende bekanntlich als strahlender Pokalgewinner nach Hause fahren konnte.

Platz 3 ging übrigens an den FSV Duisburg, der den VfB Homberg - ebenfalls nach Neunmeterschießen - mit 7:6 bezwingen konnte. Entgegen der üblichen Gepflogenheiten, den dritten Platz direkt im Neunmeterschießen auszuspielen, war es der ausdrückliche Wunsch von VfB-Trainer Stefan Janßen, das eigentliche Spiel auch stattfinden zu lassen. Eine gute Entscheidung, denn beide Mannschaften boten den Zuschauern unterhaltsame 15 Minuten, an deren Ende es 3:3 unentschieden stand.

Trotz der Enttäuschung im ersten Moment über den knapp verpassten Turniersieg war Löwen-Trainer Michael Pomp zufrieden und outete sich als Fan der Veranstaltung. „Die Tatsache, dass wir nun zum dritten Mal hintereinander im Finale gestanden haben, zeigt, dass wir richtig Bock auf den Pokal haben. Wir freuen uns bereits auf das nächste Jahr und werden dort wieder alles versuchen, um es bis ins Finale zu schaffen oder sogar den Pott zu holen.“

Der Fachschaft Fußball des Stadtsportbundes machte der Hamborner Übungsleiter ein großes Kompliment: „Da bemühen sich viele Leute in der Fachschaft, die bereits renommierte Veranstaltung immer weiter zu verbessern. Ein solcher Bodenbelag und eine vollumfassende Bande wie wir sie an der Krefelder Straß vorgefunden haben, sind keine Selbstverständlichkeit bei einem solchen Turnier. Wenn dann noch alle Vereine, wie in diesem Jahr, ihre Top-Teams schicken, dann hat man auch die angemessene spielerische Qualität auf dem Feld, so dass es sowohl den Vereinen als auch den Zuschauern Spaß macht, zu kommen.“

Wir gratulieren den Duisburger SV 1900 zum Gewinn des Stadtpokals und freuen uns auf eine Revanche im Kreispokal am 02.02. an der Düsseldorfer Straße. 

Dem DSV-Spieler Housein Resitoglu, der sich kurz vor Ende der regulären Spielzeit des Finales unglücklich bei einem Zweikampf so schwer verletzte, dass er vor Ort versorgt und vom Feld getragen werden musste, wünschen wir baldige Genesung und eine schnelle Rückkehr in sein Team.

Unser Dank und Glückwunsch gilt Michael Pomp und seinem Team für das sehr gute Turnierergebnis.  Wir sind mächtig stolz auf die Leistung unserer Mannschaft, die sich während des Turniers deutlich steigern konnte und zu überzeugen wusste. 

Vielleicht lässt sich der Schwung aus dem Turnier mitnehmen in die weitere Vorbereitung der  Löwen auf die Rückrunde in der Landesliga. 

Bereits am kommenden Donnerstag empfängt die Mannschaft von Michael Pomp den SV Hönnepel-Niedermörmter zum Freundschaftsspiel im Holtkamp. Anpfiff ist um 20.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz des VTRipkens Sportpark. 

Der Weg der Löwen durch das Turnier:

Vorrunde Gruppe B

FSV Duisburg- SF Hamborn 07 3:2

SV Wanheim 1900 - SF Hamborn 07 4:0

SF Hamborn 07 - SV Duissern 5:0

SF Hamborn 07 - TuS Asterlagen  8:2

Platzierung: 2. Platz

Finalrunde Gruppe 1

VfB Homberg - SF Hamborn 07 1:1

SV Genc Osman Duisburg - SF Hamborn 07 0:0

SF Hamborn 07 - Rheinland Hamborn 4:0

SF Hamborn 07 - Viktoria Buchholz 4:1

Platzierung: 2. Platz

Halbfinale

FSV Duisburg - SF Hamborn 07 1:2

Finale 

Duisburger SV 1900 - SF Hamborn 07 7:6 n.E. (2:2, 0:2)

Der Kader der Löwen beim Duisburger Stadtpokal 2020: 

Sadiklar (nur DO), Peitgen, Daniel Schäfer, Schütz (nur SA), Stenzel, Keinert, Meier, Namoni (nur DO), Forbeck, Klotz, Grevelhörster, Bothe, Gronemann, Nazikkol, Herzog.


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